Ableben
Das schöne am verrückt werden, ist es, nicht zu sehen was Realität oder Illusion ist. Sein Leben lang gibt man Stoff, reißt sich auf, nimmt seine Synergie und seinen Enthusiasmus in die Hand um letzten Endes doch nur zu einem herkömmlichen, stinkenden, triefendem Menschen degradiert zu werden.
Entfernt werden jegliche Gedanken des Individualismus, weggespült das allmähliche siechen des Hirns. Wir sind alle das Selbe, das Gleiche & zwar der genetische Abschaum, das Restmittel, der DNA-Abfall. Wir träumen uns lieber ein Vanilleeis, sprechen über alles belanglose und ficken unser Herz mit erbärmlichen Taten.
Es gibt nichts, das wir verdienen oder das wir alle erleben könnten und möchten. Dreck bleibt Dreck. Gelernt habe ich, das ich alles in der Hand habe, das ich als freier, demokratischer Mensch wohl in der Lage sein darf, zu wählen wie ich lebe. Ich starte durch, ich hänge auch mal, alles in allem habe ich weder Weg noch Ziel vor Augen. Stupidität und Rachsucht & Sehnsucht. Mischungen die sich zerfleischen, ungewollt vom eigenen Geist. Gefoltert von dem was es sieht, von dem was es erlebt.
Diese Gesichter, diese verdammten Gesichter, Fratzen, mit Gelächter erfüllt und voller Spott für einen, der sich nicht diesen kranken Massen anschließt.
Fazit, bevor ich die ganze Scheiße zum überlaufen bringe und mir den freien Samstag Abend versaue: Fickt euch ins Knie, niemals werde ich sein, bevor ihr mich mit dieser ungewissen Widerwärtigkeit anseht, mich verurteilt oder ich mir ansehen muss, wie ihr euch selbst, dumpf, zu Grunde richtet, ziehe ich mich zurück und lerne aus diesen Ereignissen.
Ich habe in meinem Leben nichts getan, was mich hässlich macht, jedenfalls nicht der breiten Masse. Vereinzelt habe ich vielen mehr als weh getan, aber das ist ein anderes Thema.
Ich habe vor allem gelernt, die Fresse zu halten, keinem zu nahe zu treten und mich darauf zu besinnen, das jeder seine Privatsphäre genießt. Menschen kennenlernen gelingt mir nur im Delirium, auf andere zugehen fällt mir nur im Schutzpanzer in Form eines Arbeitskittels anheim. Moral, Verstand und Ziele, all das sind Begriffe, die mir recht fremd erscheinen. Nicht, weil ich laut Duden nicht weiß, was sie bedeuten, sondern weil ich niemals in meinem Leben die emotionale Bindung dazu geschlossen habe.
Nachtrag: Sonntag, 03.02.2013
Wenn ich mir die feingliedrigen, zitternden Hände meiner Selbst ansehe, verachte ich das Leben umso mehr. Ein fressen und durchschlafen, eine gewagte These und viel gebrabbel drumherum. Ein Mensch wird nichts ändern können auf dieser Welt, erst recht nicht unter Alkoholeinfluss. Er wird auch nicht in dubioser Weise ein Vorbild sein oder andere bewegen können.
Stelle dein Licht nicht unter den Scheffel, mache etwas aus dir. Ja, ihr mich auch. Ich kann nicht einmal sagen, was mich dazu bewegt, grau zu malen, oder gar schwarz. Ich bin nun mal so, es tut mir Leid.
Und wenn es weiterhin dunkel wird, mich die Gedanken betäuben und mich die Menschen weiter verlassen, werde ich einfach damit leben. Ich habe diesen Weg gewählt. Das wird schon richtig sein.
Voller Ekel, überfressen und verlaufen ergebe ich mich und stelle mich der Einsamkeit. Denn, wie es scheint, wende ich mich ab von der regulären Welt und verziehe mich, denkend, weinend, hassend, in mich.