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:::: Sideways__

14. Mai 2013 , Geschrieben von Rythiel Veröffentlicht in #Leben, #Melancholie, #Mensch

 

Es ist erstaunlich, was ein Arztbesuch anrichten kann. Obwohl man es im Grunde natürlich immer wusste, obwohl man weiß was man sich antut, wird einem dort mit Glück von einem 65 jährigen Dr. Cox unverblümt die Wahrheit ins Gesicht geschmettert.

Unter anderem war eine solche Konfrontation immer ein Grund für mich, Besuche bei einem Doktor zu meiden. Aber heute ging es leider nicht anders.

 

Es ist insgesamt das dritte mal in den letzten 12 Monaten, das ich aus unerklärlichen Gründen heftige Gelenkschmerzen erleide. Dieses mal das Gelenk am großen Zeh des linken Fußes. Das letzte mal das rechte Handgelenk, davor das Fußgelenk am rechten Bein.

Jedes mal traten diese Schmerzen ohne einen für mich plausiblen Grund auf (Sportverletzung, verstaucht, vertreten, Einflüsse von außen, Gewalt).

Es viel nie ins Gewicht, oder ich konnte die Zähne zusammenbeißen und trotzdem arbeiten.

 

Heute konnte ich nach 5 Tagen noch immer nicht laufen und beschloss, einen Mediziner zu konsultieren. Ein kurzer Blick, die Frage ob ich weiß woher es komme und meine darauf folgende Verneinung, lies ihn auf Gicht schließen. Eine Krankheit, die ich in frühestens 24 Jahren erwartet hätte (Ich bin derzeit 24).

Er sagte mir, ich solle auf sehr eiweißhaltige Produkte verzichten, ich entgegnete, ehrlich wie ich bin, das ich kaum esse und wie es denn mit Zigaretten und Alkohol aussehe.

Sein Gesicht und der Vortrag darüber waren mir bekannt, auch das ich eben destruktiv genug lebe, um zu wissen was ich mir antue.

 

Doch das so knallhart gesagt zu bekommen, von einem fähigen Menschen kam anders. Ich weiß, das der Konsum zu der Krankheit geführt hat, vermutlich komplett die letzten 12 Monate und nicht die falsche Ernährung.

Ich stehe nun vor der Entscheidung, ob ich etwas ändern soll oder einfach, so wie es mir mein schwarzes Herz sagt, weiter mache wie bisher. Dann werde ich, wie ich es seit zwei Jahren prophezeie vielleicht doch nur 40. Ich denke das schlimmste an diesen Gedanken ist, das die Gebrechen so früh einsetzen und ich dennoch eigentlich nicht gewillt bin, mein leben umzukrempeln.

Mir fehlt schlicht und ergreifend die Macht, der Antrieb, der Grund. Für wen?

Ich schade momentan nur mir, und mir bin ich egal. Natürlich muss das jetzt niemand nachvollziehen können. Auch dürft ihr gerne den Kopf schütteln und mich für diese Einstellung verachten, ich mache ja auch keinem einen Vorwurf, das er nicht raucht oder nichts trinkt.

 

Ich habe dieses Leben vor langer Zeit gewählt. Von eingefahrenen Einstellungen, ich rede nicht einmal von den Süchten, wegzutreten ist eine verdammt heikle Angelegenheit. Alleine schaffe ich das nicht, will es auch nicht.

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G
So wie du gewählt das zu tun was du tust.So zu Leben wie du lebst.Ist niemals eine Entscheidung für immer.Du kannst dich immer wieder um entscheiden.Etwas verändern.....für wen??????Wenn du einen Retter suchst einen Helden musst du nur in den Spiegel sehen.Schwer?Ja......brutal?Ja.....Unmöglich????Niemals....ich hoffe du wirst die richtige Entscheidung für dich treffen.Und ich hoffe du wirst 120 Jahre alt.
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G
^^
R
Das mit den 120 Jahren klingt fast wie ein Fluch ^^ Aber danke dir...